Liebe Freunde und Förderer der Sir Peter Ustinov Stiftung,
In der Sommerausgabe unseres Newsletters stellen wir Ihnen den aktuellen Stand unseres Noma-Projekts im Niger vor. Die jahrelange Arbeit der Hilfsaktion Noma e.V. vor Ort in Westafrika trägt Früchte. Im Oktober dieses Jahres wird ein großes chirurgisches Trainingszentrum für Ärzte aus dem Niger und den Nachbarländern eröffnet.
Wir berichten zudem über den ersten Welt-Noma-Tag am 22.05.08 in Genf und über aktuelle Aktivitäten der Stiftung in den Bereichen Bildung und Vorurteilsforschung.
Herzliche Grüße
Ihr
Team der Peter Ustinov Stiftung
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Schwerpunkt Sommer 2008: Noma |
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Die Hilfsaktion Noma e.V. unter Leitung von Ute Winkler-Stumpf hat in der nigrischen Hauptstadt Niamey ein für Westafrika einzigartiges Noma-Trainingszentrum aufgebaut. Die Eröffnung soll im Herbst erfolgen. Das Zentrum ist für die Hilfsaktion Noma e.V. ein wichtiger Schritt, die Krankheit stärker in das öffentliche Bewusstsein der Bevölkerung zu rücken und die noch vielfach bestehenden Tabus im Zusammenhang mit der tödlichen Krankheit zu überwinden.
Primär hat es die Aufgabe, Ärzte und Krankenpfleger in der Diagnose und der Prä- vention, aber natürlich auch der Behandlung der Krank- heit Noma zu schulen. In Zusammenarbeit mit der
WHO soll es als Trainingszentrale für Chirurgen und Pflegepersonal aus ganz Westafrika dienen, um ihnen die Kenntnisse für grundlegende, einfache Noma- Operationen zu vermitteln.
Pro Jahr sollen zwei bis drei mehrtägige Workshops stattfinden. Die Hilfsaktion Noma e.V. will in Zusammenarbeit mit der WHO Spezialisten als Trainer für diese Workshops gewinnen.
Die Bedeutung dieses Trainingszentrums für ganz Westafrika ist immens. Es soll zum Zentrum der Noma-Bekämpfung in der Region werden. Durch die Vermittlung grundlegender Kenntnisse gerade in der der Ätiologie, der Lehre von den Ursachen der Erkrankung, die wesentlich sind zur Früherkennung, leistet es einen wesentlichen Beitrag zur nachhaltigen Eindämmung dieser furchtbaren Krankheit. Dank der erworbenen Kenntnisse kann das in Niamey ausgebildete medizinische Personal in seinen Heimatländern, sei es in Burkina Faso, Benin oder Mali Hilfe leisten, die sonst nicht möglich wäre.
Noma ist das „Gesicht der Armut“, ein Gesicht, das man auch im 21. Jahrhundert immer noch in derzeit 53 Ländern dieser Welt sehen kann – und das bei den betroffenen Kindern, wenn sie es überleben, grausamste Spuren hinterlässt. Der Niger, in dem die Hilfsaktion Noma e.V. aktiv ist, gehört laut Human Development Index (HDI) des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen (UNDP) zu den fünf ärmsten Ländern der Welt. Das jährliche Pro-Kopf-Einkommen beträgt nicht mehr als 200 Euro. Die Armut ist gerade im ländlichen Raum, in dem 85 Prozent der Bevölkerung leben, besonders hoch.
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Das Großereignis:
Kofi Annan war Schirmherr des ersten Welt-Noma-Tages in Genf |
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Unter der Schirmherrschaft von Ex-UNO-Generalsekretär und Friedensnobelpreisträger Kofi Annan richtete der Internationale Noma-Bund „NoNoma“ am 22. Mai 2008 in Genf den ersten Welt-Noma-Tag aus. Der Welt-Noma-Tag hatte die Aufgabe, diese in Vergessenheit geratene Krankheit wieder ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken. Er wurde in Zusammenarbeit mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und dem internationalen Weltzahnärztebund (FDI) unter der Präsidentschaft von Herrn Dr. Bertrand Piccard organisiert. Die von der Peter Ustinov Stiftung geförderte Regensburger „Hilfsaktion Noma e.V.“ beteiligte sich als deutscher Partner an der Veranstaltung.
Neben einer wissenschaftlichen Konferenz, bestückt mit namhaften Forschern, gab es informative Foren für die breite Öffentlichkeit, ein Forum für Jugendliche und für die beteiligten humanitären Organisationen die Möglichkeit, sich und ihre Arbeit zu präsentieren. Besonders beeindruckend, sowohl für Experten wie die anwesenden Jugendlichen, waren die persönlichen Schicksale der Noma-Betroffenen, die nach Genf gereist waren und eindrucksvoll von ihren Erlebnissen berichteten.
Luis G. Sambo, der Regionaldirektor der WHO für Afrika, erklärte im Rahmen der Veranstaltung, dass derzeit in 22 afrikanischen Ländern Nomafälle berichtet werden. Die WHO unterstützt nationale Präventionsprogramme in zwölf dieser Länder mit einem finanziellen Volumen von 2,5 Millionen Dollar über einen Zeitraum von fünf Jahren. Zu wenig, um nachhaltige Erfolge auf dem Kontinent zu erzielen.
Die Kombination aus Mangelernährung, ungenügender gesundheitliche Versorgung und nicht vorhandenem Zugang zu Bildung ist der Nährboden, auf dem die Krankheit gedeiht. In seiner Einladung nach Genf forderte Piccard, der Initiator des Welt-Noma-Tages und Präsident der „Winds of Hope“ Stiftung, die internationale Gemeinschaft deshalb auf, verstärkt in die Grundlagenarbeit vor Ort zu investieren, da diese die Basis zur Eindämmung der Plage sei.
Diese Aussage unterstrich Luis G. Sambo von der WHO. Er erklärte „angesichts der signifikanten wissenschaftlichen und technologischen Entwicklungen in der Medizin, hat die Weltgemeinschaft im 21. Jahrhundert keine Entschuldigung, dieser Krankheit gegenüber passiv zu bleiben. Es ist Zeit zu handeln und „Nein“ zu Noma zu sagen.“ |
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April 2008: Peter Ustinov Stiftung unterstützt die Globale Bildungskampagne
Die Globale Bildungskampagne ist ein Bündnis verschiedenster Entwicklungshilfeorganisationen. Ihr Ziel ist die Durchsetzung des grundlegenden Menschenrechts auf eine gebührenfreie und qualitativ gute Grundbildung für alle Menschen.
Die Peter Ustinov Stiftung unterstützt die Kampagne als befreundete Organisation und beteiligt sich mit den Peter Ustinov Schulen an der Aktion zur größten Unterrichtsstunde der Welt.
Die Pressemitteilung dazu können Sie hier nachlesen.
April 2008: Feindbilder in Europa - Ursachen, Folgen, Überwindung
Wie entstehen Feindbilder? Wie können sie abgebaut und überwunden werden? Mit diesen auch heute noch für Europa aktuellen Fragen beschäftigte sich ein zweitägiges Symposium in Wien, zu dem das Sir Peter Ustinov Institut gemeinsam mit der österreichischen Nationalratspräsidentin Barbara Prammer ins Palais Epstein eingeladen hatte.
Die Pressemitteilung dazu können Sie hier nachlesen.
Ob es uns gelungen ist, den Weltrekord mit der Globalen Bildungskampagne zu knacken und welche Fortschritte unsere anderen Projekte machen, erfahren Sie in unserem nächsten Newsletter.
Wenn Sie Anregungen und/oder Fragen zu unserem Newsletter, zu den Projekten oder zu unserer Stiftungsarbeit haben, dann schreiben Sie uns bitte eine Email an info@ustinov-foundation.org.
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Wir hoffen, der Newsletter hat Ihnen gefallen. Haben Sie Anregungen und/oder Fragen? Dann schreiben Sie uns eine eMail an info@ustinov-foundation.org. |